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Weltwirtschaft festigt sich, Notenbanken zögern von ihrer lockeren Geldpolitik abzukehren


10.08.17 15:43
IKB Deutsche Industriebank

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Weltwirtschaft hat sich weiter gefestigt, und die Belebung ist breit aufgestellt, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.

Der Konjunkturausblick für viele Länder stelle sich positiv dar. Vielfach seien allerdings Risiken in den Hintergrund geraten, obwohl sie nach wie vor bestünden. In diesem Umfeld grundsätzlich guter Konjunkturdaten, aber anhaltender Unsicherheiten, würden die großen Notenbanken von ihrer lockeren Geldpolitik Abstand zu nehmen zögern, wobei es Unterschiede gebe:

So seien in den USA die Renditen niedrig und der Dollar relativ schwach geblieben, obwohl die FED in den letzten sechs Monaten ihren Leitzins drei Mal angehoben habe. Dies festige die Erwartung einer weiteren Zinsanhebung nach erfolgter FED-Bilanzreduzierung Ende 2017.

In der Euro-Zone hingegen wirke die Geldpolitik durch die Euro-Aufwertung sowie die steilere Zinskurve straffer, obwohl die EZB von konkreten Maßnahmen für eine geldpolitische Wende noch weit entfernt sei. Sie werde im Herbst über den weiteren Verlauf des Aufkaufprogramms entscheiden.

Die aktuellen Entwicklungen könnten die geldpolitische Wende in Europa verzögern. Trotz der momentanen Euro-Aufwertung sollte der US-Dollar mit Ausweitung des Zinsdifferenzials wieder an Stärke gewinnen. (10.08.2017/alc/a/a)