Vontobel-Investmentidee: Zoom - Die Nummer 1 im NASDAQ - Anleiheanalyse


20.05.20 09:15
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Zoom Video Communications eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der Videodienst-Anbieter Zoom erfreue sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Cloud-Lösungen und Online-Konferenzsysteme würden sich - dem Coronavirus sei Dank - nie dagewesener Beliebtheit erfreuen. Bereits vor der Krise sei in diesem Markt mit einer Umsatzverdoppelung auf 6 Mrd. US-Dollar bis 2026 gerechnet worden. Diese Zahl dürfte durch den jüngsten Boom nun noch weiter in die Höhe getrieben werden. Zoom Video Communications gelte als einer der großen Profiteure dieser Entwicklung.

Mit Zoom Cloud Meetings werde das Wohnzimmer zum Konferenzraum. Neben Video-Meetings würden zusätzliche Funktionalitäten wie File Sharing oder ein digitales Whiteboard zur Verfügung gestellt. Für Unternehmen, die vermehrt auf Homeoffice setzen würden, sei die Zoom Lösung deshalb sehr gefragt. Die Nutzerzahl sei in der anhaltenden Krise rapide angestiegen. Doch auch nach der Krise dürfte die Nutzung von Homeoffice - und damit Videokonferenzlösungen - nachhaltig gefragt sein. So habe beispielsweise die Social Media Plattform Twitter bereits bekannt gegeben, dass ihre Mitarbeiter auf ewig im Homeoffice bleiben könnten, sofern es ihre Rolle erlaube.

Die Corona-Pandemie habe den weltweiten Aktienmärkten stark zugesetzt. Doch gebe es kaum ein Index, der es mit dem amerikanischen Tech-Index, dem NASDAQ, aufnehmen könne. Denn dieser habe seine Verluste mehr als wettmachen können. Seit seinem Tiefstand am 20. März 2020 habe er mehr als 30% zugelegt - und seit Anfang Jahr seien es immerhin 4%, während sich viele andere der großen Indices noch im negativen Bereich befinden würden.

Wesentliche Kurstreiber des NASDAQ seien vor allem die Tech-Giganten gewesen, die von der zunehmenden Digitalisierung, welche die Krise mit sich gebracht habe, hätten profitieren können. Die beiden großen Cloud Anbieter Amazon und Microsoft hätten in diesem Bereich einen massiven Nachfrageanstieg verzeichnet und die Aktienkurse seien geboomt. Zusammen seien die beiden Tech-Riesen für rund einen Viertel der Aufwärtsbewegung im NASDAQ verantwortlich. Doch werde deren Aktienkursentwicklung von Zoom Video Communications in den Schatten gestellt. Seit dem IPO im vergangenen Jahr habe sich die Zoom-Aktie mehr als verdoppeln können.

Die Lösungen von Zoom würden über eine Cloud laufen und könnten einfach auf einer Vielzahl von Geräten verwendet werden. Die Technik, im Jargon bekannt als Video as a Service (VaaS), sei ein wesentlicher Wachstumstreiber im Markt für Konferenzsysteme. Mit der stark ansteigenden Nutzung in den letzten Monaten seien aber auch Sicherheitslücken bei Zoom offenbart worden. So habe sich bereits der Begriff "Zoombombing" eingebürgert und beschreibe das unerwünschte Eindringen eines Fremden in eine laufende Video-Konferenz. Ein heikles Thema vor allem für Firmennutzer, die sensible Daten teilen würden.

Als Reaktion auf die jüngst laut gewordene Kritik am Sicherheitskonzept habe Zoom kürzlich die Übernahme des Start-Ups Keybase bekannt gegeben. Der Corona-Aufsteiger wolle damit die Einführung einer Verschlüsselungssoftware beschleunigen. Zahlende Zoom-Kunden sollten auf diese Weise in naher Zukunft die Möglichkeit erhalten, die Videokonferenzen mit einer "End-to-End"-Verschlüsselungsmethode zu schützen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Aktienanleihe Pro mit Barriere (Quanto EUR) auf die Aktie von Zoom Video Communications. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 10,00% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00%. Die Barriere liege bei 55,00%. Die Laufzeit der Anleihe ende am 25. Juni 2021. Die Aktienanleihe Pro könne noch bis zum 2. Juni 2020 gezeichnet werden.

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 19.05.2020) (20.05.2020/alc/a/a)

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