Vontobel-Aktienanleihe: Microsoft, Apple und Alphabet - Die wertvollsten Unternehmen der Welt


04.01.19 08:40
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Microsoft eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die wertvollsten Konzerne weltweit würden weiterhin aus Amerika kommen, vor allem die Techunternehmen würden alle hinter sich lassen. Von den Top 10 hätten acht ihren Sitz in Nordamerika und zwei in China. Mit SAP (Platz 61) stamme das teuerste Unternehmen aus Deutschland. Deutschlands Gewicht unter den Top 100 habe jedoch weiter abgenommen.

Microsoft, Apple und Alphabet seien laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY die wertvollsten Unternehmen der Welt. An der Spitze liege Microsoft mit einer Marktkapitalisierung von USD 754 Mrd. (Stichtag 21.12.2018). Der Softwarekonzern habe seinen Börsenwert innerhalb eines Jahres im Vergleich zur Top 100 Studie 2017 um 14% oder USD 94 Mrd. erhöht. Damit habe Microsoft den iPhone-Hersteller Apple auf Rang zwei (USD 715 Mrd. Börsenwert) verdrängt. Die Google-Holding Alphabet (USD 685 Mrd. Börsenwert) sei auf Platz drei gekommen, nach dem zweiten Rang im Jahr 2017. Allein diese drei Konzerne seien mit EUR 1,85 Billionen eine Dreiviertelbillion mehr wert als alle 30 DAX-Konzerne zusammen, habe das Handelsblatt berichtet.

Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen hätten 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr: 55), so viele wie noch nie. Demnach würden die amerikanischen Unternehmen mit ca. USD 11,5 Billionen (ca. EUR 10,1 Billionen) 63% des Gesamtvolumens der Marktkapitalisierung ausmachen. Aufgrund der Kursturbulenzen an den Börsen sei das ein Rückgang von 7% verglichen mit dem Vorjahr.

Nur 22 europäische Unternehmen würden es in die Liste der Top 100 (Vorjahr: 24) schaffen. Die europäischen Unternehmen würden 16% des Gesamtwerts ausmachen, ein Verlust von 10% gegenüber dem Vorjahr. Das teuerste Unternehmen in Europa sei der Lebensmittelkonzern Nestlé mit einem Börsenwert von USD 252 Mrd. auf Platz 15 (Vorjahr: 18). 21 Unternehmen würden aus Asien und dem pazifischen Raum kommen und 19% der Gesamtmarktkapitalisierung der Top 100 umfassen. Nach einem starken Vorjahr hätten sie 15% an Wert verloren. Die wertvollsten chinesischen Unternehmen seien Tencent und Alibaba, die mit USD 381 Mrd. und 339 Mrd. auf Rang sechs und neun stünden.

Die Dominanz der amerikanischen Konzerne habe mehrere Gründe: Die Aktienkurse vieler amerikanischer Unternehmen hätten von der sehr positiven Konjunkturentwicklung auf dem Heimatmarkt profitiert. Auch dank Trumps USD 1,5 Billionen schweren Steuerentlastungen hätten die US-Konzerne ihre Gewinne um mehr als 20% gegenüber 2017 gesteigert. Des Weiteren würden die USA dank der guten Aufstellung im Technologiesektor dominieren: Unter den 100 höchstbewerteten Unternehmen der Welt seien 21 US-amerikanische Internet- und Technologiekonzerne platziert und nur zwei europäische. Die Bedeutung klassischer Industrieunternehmen nehme dagegen weiter ab: Nur noch sechs Industrieunternehmen seien unter den 100 größten zu finden (Vorjahr: 8), berichte die FAZ.

Amerikas Dominanz beschränke sich aber nicht allein auf den hohen Börsenwert vieler Konzerne. 20 der US-Unternehmen im Top 100 Ranking hätten im Jahr 2018 mehr als EUR 10 Mrd. verdient, am meisten Apple mit EUR 50 Mrd., JPMorgan Chase mit EUR 28 Mrd. und Alphabet mit EUR 26 Mrd. In Deutschland habe nur Volkswagen die Schwelle von EUR 10 Mrd. erreicht. Insgesamt würden die US-Konzerne auf Nettoumsatzrenditen von durchschnittlich ca. 15% kommen, die Europäer hätten nur 7% erreicht. Die vergleichsweise mangelnde Profitabilität gelte als wichtigste Ursache für den schwachen Börsenwert europäischer Unternehmen.

Die Zahl der deutschen Unternehmen sei von sechs auf zwei gesunken. Als wertvollstes deutsches Unternehmen liege SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von EUR 107 Mrd. (Vorjahr: 63). Zweitteuerstes deutsches Unternehmen sei Siemens mit EUR 83 Mrd. auf Platz 89 (Vorjahr: 73). Allianz, Volkswagen, Bayer und BASF seien dagegen nicht mehr unter den Top 100.

Aufgrund der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte hätten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als die amerikanischen Unternehmen gelitten, habe Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland erklärt. "Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt". Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie.

Die Microsoft Aktie werde aktuell bei USD 99,58 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei USD 115,09 (01.10.2018) gelegen, das Jahrestief bei USD 83,54 (08.02.2018). Bei Bloomberg würden 33 Analysten die Aktie auf BUY setzen und ein Analyst auf HOLD, zwei Analysten würden die Aktie auf SELL setzen. Das zwölf-Monats-Kursziel werde aktuell auf USD 124,71 gesetzt.

Die Apple Aktie werde aktuell bei USD 154,70 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei USD 231,25 (03.10.2018) gelegen, das Jahrestief bei USD 146,59 (24.12.2018). Bei Bloomberg würden 26 Analysten die Aktie auf BUY setzen, 21 auf HOLD und zwei Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel werde aktuell auf USD 216,45 gesetzt.

Die Alphabet Aktie werde aktuell bei USD 1.030,00 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei USD 1.285,25 (26.07.2018) gelegen, das Jahrestief bei USD 984,10 (24.12.2018). Bei Bloomberg würden 40 Analysten die Aktie auf BUY und 4 auf HOLD setzen. Kein Analyst setze die Aktie auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel werde aktuell auf USD 1.343,38 gesetzt.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Aktienanleihe (Quanto EUR) auf die Aktie von Microsoft. Der Kupon p.a. belaufe sich auf 8,50%. Der Basispreis betrage USD 110,00. Die Laufzeit ende am 03.01.2020. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 95,18%. (Stand vom 02.01.2019)

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe Januar 2019) (04.01.2019/alc/a/a)

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