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Unternehmensanleihen: Zum Jahresauftakt ohne große Impulse


17.02.21 09:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Markt für Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade setzte sich in den ersten vier Handelswochen des neuen Jahres die bereits im Dezember eingeschlagene Seitwärtsbewegung fort, so die Experten von Union Investment.

Nach zunächst leichten Hinzugewinnen habe der Markt zum Monatsende wieder etwas abgegeben. Die fundamentale Lage mit dem Corona-bedingten Lockdown sowie dem Mangel an Impfstoffen habe die Oberhand gewonnen und die Anleger verunsichert. Der Euro-Unternehmensanleihesektor habe in diesem Zuge auf Indexebene (ICE BofA Euro Corporate-Index, ER00) leicht um 0,1 Prozent nachgegeben. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten stabil gelegen und sich um einen auf 68 Basispunkte vermindert. Die allgemeine Zinsentwicklung sei leicht aufwärts gerichtet gewesen. Die Zehnjahresrendite deutscher Bundesanleihen habe sich um sechs Basispunkte auf minus 0,52 Prozent erhöht.

Traditionell sei der Blick zum Jahresauftakt auf den Primärmarkt gerichtet gewesen. Ein zunächst überraschend hohes Neuemissionsvolumen habe aber nicht zu erhöhten Risikoprämien geführt, zumal zum Monatsende hin der Gesamtmarkt etwas schwächer tendiert und die Platzierungstätigkeit damit einhergehend spürbar nachgelassen habe.

Mit Blick auf die Untersektoren sei ebenfalls eine nahezu unisono leicht nach unten gerichtete Kursentwicklung zu beobachten gewesen. Im Nachrangbereich hätten etwa Hybridanleihen sowohl aus dem Finanz- als auch dem Industriesektor (ICE BofA EBSU- und ENSU-Index) geringfügige Einbußen in Höhe von jeweils 0,2 Prozent verbucht. Die Spreads hätten sich dabei um einige Basispunkte ausgeweitet. Anleihen aus dem Energiesektor seien fast durchweg ratingseitig abgestraft worden. Hier würden die Auswirkungen der Energiewende auf der Bonität lasten. Ebenso hätten sowohl Titel aus dem Reisesektor als auch Finanzpapiere eher etwas zur Schwäche geneigt.

Leicht verbessert habe sich hingegen der Markt für hochverzinsliche Euro-Anleihen (High Yield) gezeigt. Die über den ICE BofA HEAG-Index abgebildeten Papiere hätten bei unveränderten Risikoprämien 0,3 Prozent hinzugewonnen. Hierfür sei in erster Linie ein deutlich unter den Erwartungen liegendes Primärmarktangebot verantwortlich gewesen. Die synthetische Seite des High Yield-Marktes (iTraxx Crossover) habe hingegen etwas schwächer tendiert. (Ausgabe vom 15.02.2021) (17.02.2021/alc/a/a)