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Überraschend positiver US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Renditen


09.11.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Präsidentschaftswahl ist geschlagen und Herausforderer Joe Biden wird ab 20. Januar 2021 das Amt des Präsidenten der USA bekleiden, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Nachdem nun deutlich mehr Klarheit in das alles überschattende Thema der letzten Woche eingekehrt sei, sollte COVID-19 die Themenvorherrschaft erneut an sich reißen. Biden messe der Pandemiebekämpfung oberste Priorität zu und wolle diese im Vergleich zu Trump deutlich umbauen, wenn auch hier bislang keine Lockdowns, sondern vielmehr Testungen, Kontaktrückverfolgung und Maskenpflicht im Gespräch seien. In Europa habe man bereits drastischere Schritte gesetzt und dies werde sich allmählich auch in den Konjunkturindikatoren widerspiegeln.

Heute werde mit dem Sentix-Index der erste Stimmungsindikator im November veröffentlicht, gefolgt vom ZEW-Index am Mittwoch. Nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Bank International AG dürfte die aktuelle Situation nicht besser eingeschätzt werden als zuvor. Die jüngste Entwicklung der Corona-Fallzahlen und die damit einhergehenden neuerlichen wirtschaftlichen Beschränkungen sollten zudem die Zukunftsaussichten belasten. Ansonsten würden in der Eurozone Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, während in den USA den Inflationszahlen wohl am meisten Aufmerksamkeit geschenkt werden werde.

Am Finanzmarkt habe der überraschend positive Arbeitsmarktbericht die Renditen beflügeln können. Die 10-jährige Treasury-Rendite sei um fast 50 Basispunkte gestiegen und liege nun knapp über 0,8%. Deutsche Bund-Renditen seien nachgefolgt und EUR/USD habe die September-Höchststände nahe 1,19 erreicht.

Am Primärmarkt begebe Frankreich heute Kurzläufer (3-12M, EUR 6,9 Mrd.). (09.11.2020/alc/a/a)