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US-Zinserhöhung nahezu sicher - Kernverbraucherpreise im Blick


13.03.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der nächsten Woche mit einer Zinserhöhung vonseiten der US-Notenbank gerechnet, so die Analysten der Helaba.

Angesichts der seit Monaten sehr starken Stimmungsindikatoren (bspw. ISM-Indices) und der robusten Wachstumszahlen sowie der soliden Arbeitsmarktverfassung erscheine dies angemessen. Dass es aber in den kommenden Quartalen zu einer Beschleunigung der geldpolitischen Straffung komme, sei keineswegs ausgemacht. Noch immer sei der Lohndruck mäßig, wie der unterhalb der Erwartungen liegende Anstieg der Stundenlöhne im Februar erneut unter Beweis gestellt habe. Die durchschnittlichen Lohnsteigerungen der letzten Quartale hätten zwar über denjenigen in den Jahren zuvor gelegen, an Vorkrisenniveaus könnten die Zuwachsraten trotz der Arbeitslosenquote von nur 4,1% aber bislang nicht heranreichen. Insofern bestehe keine Eile bei der Rückführung des monetären Expansionsgrades.

Die heute anstehenden US-Verbraucherpreise würden vor diesem Hintergrund eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere mit Blick auf die Abgrenzung ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise. Die sogenannte Kerninflation sei das von der FED benutzte Inflationsmaß. Die heutigen Zahlen des Verbraucherpreisindexes (CPI) würden einen wichtigen Hinweis auf den PCE-Deflator geben, welcher von der FED bevorzugt werde. Es scheine so, als hätte die Kerninflation inzwischen einen Boden ausgebildet und ein neuerlicher Anstieg der Jahresrate sei nicht auszuschließen. Damit würden die Analysten gegenüber der Konsensschätzung ein leichtes Überraschungspotenzial sehen. Dies gelte auch für die Gesamtteuerung, die durch die gestiegenen Benzinpreise nach oben gedrückt werde.

Die Zinserwartungen bezüglich der FED würden vor diesem Hintergrund nicht geschmälert. Bereits am Vormittag stehe das NFIB-Mittelstandsbarometer im Kalender. Eine nochmalige Verbesserung werde erwartet, obwohl vorab veröffentlichte Daten zur Beschäftigungslage auf hohem Niveau leicht nachgegeben hätten. (13.03.2018/alc/a/a)