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US-Wirtschaft kann einen Zinsanstieg gut verkraften


13.06.17 16:29
Aberdeen Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Die US-Wirtschaft kann einen Zinsanstieg in dieser Woche gut verkraften, so James Athey, Senior Investment Manager bei Aberdeen Asset Management.

Die Wirtschaft wachse seit Jahren stetig um 2 Prozent. Viel deute zwar darauf hin, dass sich das Beschäftigungswachstum verlangsame. Das sei allerdings normal an diesem Punkt im Wirtschaftszyklus.

Die Frage sei, wie es weitergehe. Die Inflation sei zuletzt leicht gesunken. Manch einer fordere deshalb, dass die FED ihre Straffung nach dieser Woche pausieren oder beenden solle. Das wäre allerdings ein Fehler - die FED sollte ihren Kurs beibehalten. Das Aufflackern der Inflation sei nur von kurzer Dauer gewesen. Wir verstehen die Inflation nicht gut genug, um auf dieser geringen Datengrundlage Entscheidungen zu treffen - selbst wenn man es auf die weniger volatile Kerninflation herunterbricht, so Athey.

Das 2 Prozent-Inflationsziel der FED sei ohnehin vollkommen beliebig. Auch bei einer Kerninflation von 1,5 Prozent sei eine Reduktion des Stimulus durchaus konsequent und mit dem eigentlichen Mandat, Vollbeschäftigung zu schaffen und für stabile Preise zu sorgen, vereinbar. Keine Straffung vorzunehmen, würde eine Blasenbildung schüren und Probleme für die Zukunft schaffen.

Die finanziellen Rahmenbedingungen hätten sich tatsächlich verbessert, obwohl die FED jüngst die Zinsen angehoben habe. Mit anderen Worten: Der Markt habe die Zinssteigerungen dieses Jahres gut aufgenommen und dürfte daher über diese Woche hinaus auch noch weitere verkraften. (13.06.2017/alc/a/a)