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US-Verbraucherpreise: Teuerung hat ihren Höhepunkt deutlich überschritten


12.10.18 11:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise haben sich im September gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,1% erhöht, womit die Markterwartungen eines Anstiegs um 0,2% unterboten wurden, so die Analysten von Postbank Research.

In der Folge sowie aufgrund eines aus dem Vorjahr stammenden Basiseffekts sei die Inflationsrate von 2,7% auf 2,3% gefallen. Dämpfend hätten sich im Vormonatsvergleich die Energiepreise ausgewirkt, die gegenüber August um 0,5% nachgegeben hätten. Die Nahrungsmittelpreise seien gegenüber dem Vormonat konstant geblieben. Die ohne die beiden vorgenannten Komponenten berechneten Kernverbraucherpreise hätten gegenüber August ebenfalls um 0,1% zugelegt, womit auch hier die Markterwartung unterboten worden sei. Die Kerninflationsrate habe bei 2,2% verharrt.

Die gestrigen Preisdaten würden die Einschätzung untermauern, dass die Teuerung in den USA ihren Höhepunkt, der um die Jahresmitte herum erreicht worden sei, deutlich überschritten habe. Inflation und Kerninflation dürften in absehbarer Zukunft um das aktuelle Niveau schwanken, sofern spürbare Überraschungen seitens der Energiepreise oder der US-Lohndynamik ausbleiben würden. Insofern würden die Preisdaten recht klar für eine Fortsetzung des gegenwärtigen Kurses gradueller Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank und nicht für eine schnellere Gangart sprechen. Um die FED zur Aussetzung der avisierten Zinsanhebungen zu bewegen, müsste sich nach Einschätzung der Analysten von Postbank Research aber die konjunkturelle Dynamik in den USA deutlich verlangsamen. (12.10.2018/alc/a/a)