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US-Treasuries und Bundesanleihen: Renditeaufwärtstrend setzt sich fort


17.11.20 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Am Datenkalender stehen heute einige harte Daten zur Veröffentlichung an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

In den USA werde für den Oktober sowohl im Einzelhandel als auch im Industriesektor eine Fortsetzung der Erholung erwartet. Bis zuletzt habe sich die Konjunkturdynamik in den USA als solide gezeigt. Im Unterschied zum Einzelhandel, welcher das Vorkrisenniveau um 4% überschritten habe, liege die Industrieproduktion aber noch 7% unter dem Vorkrisenniveau. Diese Divergenz sollte sich in den nächsten Monaten abbauen. In der Eurozone werde lediglich die Bauproduktion veröffentlicht. COVID-19 bleibe das dominante Risiko für die Konjunkturentwicklung, insbesondere für die nächsten beiden Quartale. Würden drastische Verschärfungen der Beschränkungen, wie etwa in Europa, in den USA bislang ausbleiben, zeige sich mit den neu eingeführten Restriktionen wie zuletzt in Philadelphia, dass auch die USA stärker auf Lockdowns setzen könnten.

Marktseitig habe der EUR gegenüber dem USD nach einem Anstieg auf ein Wochenhoch wieder nachgegeben: Aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit hätten Ungarn und Polen ein Veto gegen den EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 eingelegt.

Tonangebend für das britische Pfund seien nach wie vor die Brexit-Verhandlungen: Die Europäische Union und Großbritannien würden seit gestern in einem weiteren Kraftakt den Durchbruch für einen Handelspakt nach dem Brexit suchen. In den sicheren Häfen der US-Treasuries und Bundesanleihen habe sich gestern der Renditeaufwärtstrend nach einer Pause infolge neuerlich positiver COVID-19-Impfmeldungen weiter fortgesetzt.

Am Primärmarkt komme Deutschland mit einem 2-jährigen Kurzläufer mit einem Volumen von EUR 5 Mrd. auf den Markt. (17.11.2020/alc/a/a)