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US-Schatzanweisungen im Dezember in sehr engen Spannen seitwärts


13.01.21 11:02
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Schatzanweisungen handelten im Dezember in sehr engen Spannen seitwärts, so die Experten von Union Investment.

Die Ausschläge auf der Zinsstrukturkurve hätten über alle Laufzeiten hinweg nur wenige Basispunkte umfasst. Zunächst hätten sich Anleger abwartend gezeigt. Lange Zeit habe ein neues Konjunkturprogramm zur Debatte gestanden. Knackpunkt im Streit zwischen Demokraten und Republikanern seien Hilfen für die einzelnen Bundesstaaten gewesen. Nach langen und zähen Verhandlungen hätten sich beide Seiten kurz vor dem Jahreswechsel doch noch auf einen Kompromiss einigen können und Maßnahmen im Umfang von rund 900 Milliarden US-Dollar verabschiedet. Der designierte US-Präsident Joe Biden plane weitere Hilfen.

Eine Woche vor Weihnachten habe noch einmal die US-Notenbank FED getagt. Die Währungshüter würden so lange Anleihen kaufen, bis ein weiterer substanzieller Fortschritt erzielt worden sei bezüglich ihrer übergeordneten Ziele Vollbeschäftigung und Preisstabilität. Bei ihren eigenen Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung hätten sich die Notenbanker etwas optimistischer als noch im September gezeigt. Der kurzfristige Konjunkturausblick bleibe indes in hohem Maße abhängig vom weiteren Pandemieverlauf. So habe am Ende die wichtige Botschaft an die Märkte gelautet: Die FED bleibe noch lange akkommodierend und hege nicht den Gedanken an eine Rückführung ihrer Anleihekäufe (Tapering) in 2021.

Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index hätten US-Staatsanleihen den Dezember letztlich mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent beendet. Seit Jahresbeginn bedeute dies ein Plus von 8,4 Prozent. Das Marktumfeld sollte aufgrund der Käufe der US-Notenbank auch 2021 zunächst gut unterstützt bleiben. (Ausgabe vom 11.01.2021) (13.01.2021/alc/a/a)