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US-Notenbank reduziert die Anleihenkäufe


10.11.21 09:17
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die amerikanische Notenbank hat auf ihrer Novembersitzung wie erwartet entschieden, die monatlichen Anleihenkäufe um 15 Mrd. USD zu reduzieren, so die Analysten von Postbank Research.

Während sich die FED dabei eine gewisse Flexibilität vorbehalte, dürfte das Tapering damit Ende des zweiten Quartals 2022 abgeschlossen sein.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sei im Oktober leicht von 61,1 auf 60,8 gefallen. Im Dienstleistungssektor sei hingegen ein Anstieg auf 66,7 (+4,8) zu verzeichnen gewesen. Das Verbrauchervertrauen habe sich auf 113,8 (+4,0) nach Rückgängen in den drei vorangegangenen Monaten verbessert.

Die Einkaufsmanagerindices würden weiterhin Wachstum allerdings bei anhaltender Knappheit an Inputfaktoren signalisieren. Das spreche für einen anhaltenden Preisdruck, der sich auch in der Konsumentenpreisinflation widerspiegele. Deutlich zurückgegangen sei dabei die Komponente für neue Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe, was auf eine mögliche Verlangsamung des Wachstums hindeuten könnte. Der Konsum scheine sich wieder zu erholen, wofür auch die verbesserte Stimmung im Dienstleistungssektor spreche.

Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries habe Mitte Oktober kurzzeitig die Marke von 1,70 Prozent erreicht. Aktuell (Stand: 08.11.2021) würden 10-jährige amerikanische Staatsanleihen mit 1,48 Prozent rentieren. Auf Sicht von sechs Monaten könnte die Rendite weiter auf 2,15 Prozent ansteigen. (Zinsbulletin November 2021) (10.11.2021/alc/a/a)