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US-Notenbank nähert sich neutralem Zinssatz


05.07.18 08:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mitte Juni hat die US-Notenbank den Zielbereich für die Federal Funds Rate zum siebten Mal seit Dezember 2015 um 25 BP auf jetzt 1,75 bis 2,00% angehoben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Gleichzeitig seien die Projektionen für den angemessenen Pfad der künftigen Geldpolitik aktualisiert worden. Demnach würden die US-Währungshüter mehrheitlich nun mit insgesamt vier (bisher: drei) Leitzinserhöhungen um einen Viertelprozentpunkt in diesem Jahr rechnen. In 2019 sollten drei weitere Zinsschritte in dieser Größenordnung folgen.

Als Folge dieser Anpassungen hätten die Analysten ihre Prognose adjustiert und würden jetzt für die 2. Jahreshälfte 2018 davon ausgehen, dass die FED sowohl im September als auch im Dezember (bisher: nur September) die monetären Rahmenbedingungen noch einmal verschärfen werde. 2019 dürften zwei weitere Erhöhungsschritte (im März und Juni) folgen. Im Protokoll zur Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC) vom 12./13. Juni stehe im Blickpunkt, wie sich die Notenbanker hinsichtlich der Verflachung der Zinsstrukturkurve und des Zeitpunkts für das Erreichen des "neutralen Zinssatzes" positioniert hätten, der bei knapp 3% gesehen werde.

Mit Spannung würden die Finanzmarktteilnehmer beobachten, wie die US-Währungshüter die aktuelle Lage der US-Wirtschaft im Detail beurteilen würden und welche geldpolitischen Schlüsse daraus gezogen würden. Eine "hawkishe" Grundhaltung dürfte dabei dem US-Dollar zugutekommen. (05.07.2018/alc/a/a)