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US-Notenbank holt zum nächsten Streich aus


12.06.17 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Seitens der Geldpolitik kommt diese Woche Bewegung ins Spiel: Die US-Notenbank dürfte am Mittwoch an der Zinsschraube drehen und die FED Funds-Rate um 25 BP auf 1,00 bis 1,25% erhöhen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die "forward guidance" sollte trotz des erwarteten Zinsschritts auch weitere graduelle Erhöhungen der Zinssätze in Aussicht stellen. Mit Blick auf den gut funktionierenden Arbeitsmarkt und einer sich im Bereich von 2% zumindest stabilisierenden Inflation würden sich die Währungshüter in einem bequemen Umfeld befinden, die lockere Geldpolitik zurückzufahren. Die Analysten würden als Basisszenario damit rechnen, dass dem Schritt am Mittwoch eine weitere Zinserhöhung im September folge. Das Augenmerk dürfte darüber hinaus auf möglichen weiteren Kommentaren der Währungshüter zum Timing und Vorgehen der Reduzierung der FED-Bilanzsumme liegen. Währenddessen dürften die Treffen der Bank of England und der Bank of Japan diese Woche keine Anpassung der Geldpolitik mit sich bringen.

Heiß hergehen dürfte es auch auf dem am Donnerstag stattfindenden Treffen der Eurogruppe zum Thema "Griechenland". Im Juli müsse Griechenland Zahlungsverpflichtungen von mehr als 7 Mrd. EUR erfüllen. Dadurch steige der Druck, die derzeitige Reformüberprüfung abzuschließen - das sei die Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche. Seit dem letzten Treffen Ende Mai habe es jedoch wenig Bewegung bei den verhandelnden Parteien gegeben. Streitthema bleibe eine mögliche Schuldenerleichterung für das Land. Deutschland stelle sich vehement gegen einen entsprechenden Schnitt, für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sei das aber die Voraussetzung, um sich am Hilfsprogramm zu beteiligen. Bewegen werde sich zunächst voraussichtlich Griechenland selbst müssen und damit weitere klare Maßnahmen zur Schuldenreduzierung herausstellen. (12.06.2017/alc/a/a)