US-Inflationsdaten könnten FED von einem weiteren Zinsschritt kaum abhalten


13.06.18 13:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im Mai um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Der Zuwachs habe dabei auf einer breiten Basis gestanden. Die Kernverbraucherpreise hätten in vergleichbarem Ausmaß zugelegt. Ein deutlicheres Plus in Höhe von 0,9% habe sich angesichts des zwischenzeitlich gestiegenen Ölpreises bei den Energiepreisen ergeben. Deren Vorjahresrate sei im Zuge dessen und aufgrund von Basiseffekten von 7,9% auf 11,7% in die Höhe geschnellt, was die gesamte Inflationsrate um drei Zehntel auf 2,8% gehievt habe. Die Kernteuerung habe ihren im Zuge des höheren Lohndrucks seit Herbst vergangenen Jahres anhaltenden Aufwärtstrend mit einem Anstieg von 2,1% auf 2,2% weiter fortgesetzt.

Als erste der drei großen Notenbanken, die in dieser Woche ihre geldpolitischen Entscheidungen bekanntgeben, sei heute die FED an der Reihe. Die Gefahr, dass die gestern veröffentlichten Inflationsdaten die US-Notenbank auf ihrer heute Abend zu Ende gehenden Sitzung noch einmal von einem weiteren Zinsschritt abhalten könnten, hätten die Analysten von Postbank Research ohnehin als minimal erachtet. Die robuste Preisdynamik sollte im Einklang mit den anhaltend guten Konjunktur- und insbesondere Arbeitsmarktdaten einen solchen Schritt gut untermauern. Spannender dürfte vor diesem Hintergrund die Frage sein, ob FED-Präsident Jerome Powell im Zuge der anschließenden Pressekonferenz Signale aussende, dass die Währungshüter zukünftig eine stärkere Straffung der Geldpolitik anstreben könnten als bislang avisiert, was sich dann auch in den Zinsprojektionen der FOMC-Mitglieder widerspiegeln dürfte. (13.06.2018/alc/a/a)