Erweiterte Funktionen

US-Geldpolitik: Entwicklung der Verbraucherpreise steht im Fokus


11.08.17 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Heute stehen mit den US-Verbraucherpreiszahlen für Juli Daten von erhöhtem Interesse am Kalender, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Mit Blick auf die zukünftigen geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank hätten Inflationsdaten einen großen Einfluss. In den vergangenen Monaten habe sich die Teuerung überraschend moderat entwickelt. Immerhin sei angesichts der gut ausgelasteten Produktionskapazitäten (geschlossener Output Gap; geringe Arbeitslosigkeit) eigentlich von einer Zunahme des Preisdrucks auszugehen. Neben der günstigen Ölpreisentwicklung hätten nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Bank International AG eher Einmaleffekte als anhaltende strukturelle Entwicklungen inflationsdämpfend gewirkt. Für Juli sollte es nicht zu einer neuerlichen negativen Überraschung kommen. Die Kernrate, Inflation ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, dürfte bereinigt um saisonale Effekte gegenüber Juni ein Plus von um 0,2% ausweisen. Preistreibend dürften vor allem Mietkosten und das Mietäquivalent für Wohneigentum gewirkt haben. Für die Inflationsrate insgesamt zeichne sich eine Zunahme um 0,1% p.m. bis 0,2% p.m. ab, da die Preise für Kraftstoffe und Haushaltsenergie rückläufig gewesen seien.

Am Ratingkalender seien heute die Slowakei (Moody’s) und Finnland (Fitch) vermerkt. Am Primärmarkt sei heute keine Transaktion geplant. Gestern habe Italien Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von zwölf Monaten zu einer durchschnittlichen Rendite von -0,337% platziert. Das Volumen von EUR 6,5 Mrd. sei 1,63-fach überzeichnet gewesen. (11.08.2017/alc/a/a)