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US-Fiskalpaket - gemischte Gefühle


10.02.21 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die hohe Arbeitslosigkeit in Amerika könnte den Druck auf die neue US-Regierung und amerikanische Notenbank (FED) erhöht haben, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Im Vergleich zum Februar 2020 seien es fast 10 Mio. weniger Beschäftigte. Schon länger sei ein 1,9 Bio. USD schweres Fiskalpaket im Gespräch. Es solle das Wirtschaftswachstum ankurbeln und zugleich die Nachfrage an Arbeitskräften erhöhen. Ob Arbeitsplätze "für immer" verloren gegangen seien, werde sich erst zeigen.

Spannend werde auch, ob über kurz oder lang das BIP-Wachstum auf Vorkrisenniveau zurückkehren werde, oder ob sich durch die weltweite Coronakrise das Konsumverhalten langfristig ändern werde. Der Ökonom Larry Summers habe zum Ausdruck gebracht, dass das US-Hilfspaket zu groß sei und möglicherweise Inflationsdruck erzeuge. Wie lange die FED bei ihrer Haltung, die Inflation für eine Zeit lang über das 2%-Ziel schießen zu lassen, bleibe, sei offen. Gefangen zwischen Hoffnung auf Konjunkturerholung und Inflationssorgen sei die Stimmung am Markt über das Fiskalpaket gemischt. (10.02.2021/alc/a/a)