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US-Finanzministerium will in Q2 neue Staatsanleihen im Volumen von rd. 3 Bio. USD begeben


07.05.20 10:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das US-Finanzministerium will im laufenden Quartal neue Staatsanleihen im Volumen von rund drei Billionen US-Dollar zur Finanzierung der Maßnahmen in der Coronavirus-Krise begeben, so die Analysten von Postbank Research.

Bis zum Ende des Haushaltsjahres im September würden sich die bislang realisierten und geplanten Emissionen damit auf knapp 4,5 Billionen US-Dollar belaufen - mehr als das Dreifache des Vorjahres. Größere Kursverwerfungen seien trotz der Angebotsausweitung aber nicht zu erwarten, dürfte die FED doch ihre Anleiheankäufe bei Bedarf jederzeit wieder aufstocken und einen Renditeanstieg begrenzen.

Auf europäischer Seite hätten gestern neue Konjunkturdaten enttäuscht. Die Einkaufsmanagerindices für den Dienstleistungssektor Italiens und Spaniens hätten mit neuen Rekordtiefs im April (10,8 beziehungsweise 7,1 Punkte) die besonders starke Betroffenheit beider Länder von der Corona-Pandemie widergespiegelt. Für Deutschland und die Eurozone insgesamt habe es jeweils eine leichte Aufwärtsrevision auf 16,2 beziehungsweise 12,0 Zähler gegeben.

Trübe seien die Aussichten auch für die deutsche Industrie: Die Aufträge seien im März um 15,6 Prozent zum Vormonat eingebrochen. Besorgniserregend sei der scharfe Rückgang der inländischen Bestellungen von Kapitalgütern (-23,4 Prozent), die ein Vorbote des Investitionseinbruchs im laufenden Quartal - und darüber hinaus? - seien.

Trotz der katastrophalen - aber zu erwartenden - Daten habe sich der Euro gestern von seinem Schock nach dem EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts am Dienstag erholen können. (07.05.2020/alc/a/a)