US-FED hält Kurs auf Leitzinserhöhung im Dezember


02.11.17 09:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die von der US-Notenbank als Inflationsmaß besonders betrachtete Kernrate des PCE-Deflators lag im September erneut nur bei 1,3% (August: 1,3%) und hat sich damit seit dem Jahresbeginn um sechs Zehntelpunkte abgeschwächt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dennoch würden die Analysten davon ausgehen, dass die FED ihren Signalen für einen weiteren Zinsschritt noch im Dezember tatsächlich nachkommen werde. So habe das gestrige Statement zur Zinsentscheidung kaum Veränderungen im Vergleich zur entsprechenden Veröffentlichung vom September ausgewiesen. Trotz der schweren Wirbelstürme vom August/September hätten die Geldpolitiker die konjunkturelle Entwicklung leicht von "moderat" auf "solide" nach oben gestuft und würden weiter damit rechnen, dass sich die aktuell niedrige Inflation mittelfristig der 2%-Zielmarke annähere.

An den Finanzmärkten habe das gestrige Statement zur Zinsentscheidung der US-Notenbank kaum für Reaktionen gesorgt. So sei ein Zinserhöhungsschritt um 25 BP auf der nächsten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im Dezember weitgehend eingepreist. Mit Spannung würden die Finanzmarktteilnehmer heute auf die angekündigte Nominierung des künftigen FED-Präsidenten schauen, der im Anschluss noch von Senat bestätigt werden müsse. Die Amtszeit der aktuellen FED-Chefin Janet Yellen ende am 3. Februar 2018. (02.11.2017/alc/a/a)