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US-Erzeugerpreise im Blick


10.10.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Steigende Inflations- und Zinserwartungen treiben die Renditen der US-Staatsanleihen im Trend der letzten Tage in die Höhe, so die Analysten der Helaba.

Vor allem das lange Ende habe dabei unter Druck gestanden und so habe sich nicht nur die Zinskurve versteilt, auch die Laufzeitprämie sei laut Daten der New-York-FED gestiegen. Noch immer sei diese aber negativ und somit scheine weiterhin Anpassungsbedarf auf der Oberseite zu bestehen. In der Regel steige die Laufzeitprämie zeitverzögert mit dem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus. Dies gelte umso mehr, als dass sich die FED von Anleihebeständen trenne und sogar das EZB-Kaufprogramm allmählich ein Ende finde.

Vor diesem Hintergrund seien heute die US-Erzeugerpreise zu beachten, die erste Hinweise auf die Verbraucherpreise im abgelaufenen Monat liefern würden. Die Vorgaben seien uneinheitlich. Während die mittelfristige Perspektive für die Teuerungsrate nach oben gerichtet sei, seien die Hinweise für die monatliche Veränderung nicht so deutlich. Alles in allem erscheinen die Konsensschätzungen für die Gesamt- und Kernpreisentwicklungen realistisch, wobei zu beachten ist, dass bei der Gesamt-Jahresrate ein Basiseffekt reduzierend, derjenige bei der Kernjahresrate aber steigernd wirkt, so die Analysten der Helaba. Gründe für ein Auspreisen der Zins- und Inflationserwartungen würden die Analysten nicht ausmachen.

In Europa seien die Zahlen zur Industrieproduktion in Frankreich, Italien und Großbritannien von Interesse, obwohl die Budgetpläne der Regierung in Rom weiterhin ein marktbewegendes Thema seien. In allen drei Ländern werde mit einer freundlichen Produktionsentwicklung im August gerechnet. Während Deutschland unerwartet ein negatives Ergebnis aufgewiesen habe, habe Spanien mit einem Plus aufwarten können. Die bis zuletzt verhaltenen Stimmungswerte der Industrie, vor allem in Italien, würden vor zu viel Optimismus mahnen. (10.10.2018/alc/a/a)