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US-Dollar zunächst als "sicherer Hafen" moderat nachgefragt


20.11.20 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach FED-Gouverneur Jerome Powell hat auch dessen Stellvertreter, der Präsident der Federal Reserve Bank von New York, John Williams, noch einmal auf die Bedeutung von Staatshilfen hingewiesen, so die Analysten von Postbank Research.

Sollten die gewählten Politiker keine neuen Hilfen auflegen, werde die Erholung der Wirtschaft voraussichtlich länger dauern. Fiskalische Hilfen hätten einen zentralen Beitrag zur bisherigen Erholung der Wirtschaft geleistet, habe Williams im Rahmen einer Veranstaltung gesagt. Als ob er direkt bestätigt werden sollte, habe in der vergangenen Woche die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung stärker zugelegt als erwartet.

Im Vergleich zur Vorwoche sei die Zahl der Anträge um 31.000 auf 742.000 gestiegen. Das sei der erste Anstieg seit Anfang Oktober. Leicht positiv sei der Philly-FED-Index aufgenommen worden. Dieser sei zwar auf 26,3 Punkte von 32,3 Punkten im Oktober gesunken. Er habe damit aber die Prognosen von 22,0 Punkten geschlagen und deute immer noch auf eine positive Konjunkturentwicklung hin. Im Großen und Ganzen sei der US-Dollar gestern aufgrund der in weiten Teilen der Welt weiter grassierenden Coronavirus-Pandemie als "sicherer Hafen" nachgefragt worden und habe deshalb gegen den Euro bis zum Nachmittag leicht zugelegt. (20.11.2020/alc/a/a)