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US-Arbeitsmarktzahlen und die FED: Zinserhöhung im Dezember sehr wahrscheinlich


05.10.17 16:08
Aberdeen Standard Investment

London (www.anleihencheck.de) - James Athey, Senior Investment Manager bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert unter dem Vorzeichen der am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen das Vorgehen der Notenbank:

Eine Zinserhöhung im Dezember gelte allenthalben als sehr wahrscheinlich. Da müssten die Arbeitsmarktzahlen schon äußerst schlecht ausfallen, um die FED jetzt noch von ihrem Kurs abzubringen. Aber es sei schwer, Aussagen über den Dezember hinaus zu machen. Angesichts der mit zunehmender Häufigkeit geäußerten Sorgen über die Finanzstabilität würden die Investoren einige stichhaltige Hinweise benötigen, wie weit die FED die Zinsen ohne moderates Wachstum und Inflation noch erhöhen werde. Auf jeden Fall seien die Gedanken der FED in den kommenden Monaten aufgrund der vielen Personalwechsel bei deren Mitgliedern nur extrem schwer vorherzusagen.

Bis zu diesem Jahr sei die FED in der Nachkrisenzeit regelmäßig daran gescheitert, Worte und Taten in Einklang zu bringen. Die Notenbank habe dazu tendiert, auf schlechte Nachrichten oder kurzfristige Schwankungen der Daten zu reagieren. Daher hätten sich Investoren daran gewöhnt, relativ wenig über den kurzfristigen Horizont hinaus in das hineinzuinterpretieren, was über das Vorgehen gesagt worden sei. Interessant sei allerdings, dass die FED in diesem Jahr bei jedem wichtigen Schritt gemäß ihrer Vorgaben gehandelt habe. Sie habe drei Zinsschritte und die Rückführung ihrer Bilanz angekündigt. Und es sehe danach aus, als würde Sie genau das tun. Vielleicht stehe der Markt vor einem bösen Erwachen, wenn er feststelle, dass die FED tatsächlich Worte und Taten in Einklang zu bringen vermöge. (05.10.2017/alc/a/a)