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USA: Renditen und der USD steigen


12.01.21 11:39
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Der EUR/USD-Kurs ist seit letztem Donnerstag um fast 200 Punkte gefallen und hat dabei Tiefstwerte von fast 1,2130 erreicht, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Die Ursachen lägen einerseits im schwachen Arbeitsmarktbericht, der sich auf die Kaufkraft niederschlagen dürfte. Damit würde sich der negative Realzins verringern. Andererseits seien Renditen für risikoarme 10-jährige US-Staatsanleihen deutlich gestiegen. Seit Jahresanfang sei ein Zuwachs von 0,2% auf 1,1% ersichtlich. Durch die restriktive Politik der US Notenbank würden die Leitzinsen auch bei einer Erholung der Wirtschaft tief bleiben und dies dürfte die langfristigen Zinsen weiter festigen.

Ein Blick nach Europa zeige ein düsteres Zinsbild. 10-jährige deutsche Staatspapiere würden einen Minuszins von 0,53% und vergleichbare österreichische Papiere auch ein Minus von 0,43% bringen. Es sei nur allzu logisch, dass bei einer Zinsdifferenz von etwa 1,5% das Geld Richtung USD wandere. Dies könnte dem EUR/USD-Kurs in diesem Jahr mehr Volatilität und somit auch stärkere Korrekturbewegungen bringen. (12.01.2021/alc/a/a)