Erweiterte Funktionen

USA: Notenbankchef hält weitere Staatshilfen für notwendig


14.05.20 11:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Vorgestern Abend wurde der Anlauf des Euro auf die Marke von 1,09 EUR/USD wieder einmal abgebremst, nachdem der US-Präsidentenberater Anthony Fauci vor einer zu schnellen Öffnung des gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft gewarnt hat, so die Analysten von Postbank Research.

Trotz dieser negativen Kommentare sei der US-Dollar als "sicherer Hafen" nachgefragt worden. Auch von Vertretern der US-Notenbank FED seien die konjunkturellen Aussichten für die USA eher verhalten kommentiert worden. Mit Interesse sei außerdem festgehalten worden, dass sich mehrere regionale FED-Präsidenten explizit gegen negative Leitzinsen ausgesprochen hätten. Abgelehnt werde dieses Instrument am Dienstag gleich von vier Mitgliedern des Offenmarktausschusses. Auch der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, habe sich ähnlich geäußert. Er warnte davor, dass die Erholung mehr Zeit benötigen könnte, als dies noch vor einigen Wochen möglich schien, so die Analysten von Postbank Research. Er rechne mit einer längeren Phase niedrigen Wachstums und stagnierender Einkommen in den USA. Der Notenbankchef halte weitere Staatshilfen für notwendig. Negativzinsen wären aktuell kein Thema. Die Meinung der FED zu negativen Zinsen habe sich nicht geändert, es gebe keine eindeutigen Anhaltspunkte dafür, dass sie wirksam seien. (14.05.2020/alc/a/a)