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USA: Der Mismatch von Angebot und Nachfrage sorgt erneut für einen überraschend kräftigen Preisschub


13.07.21 16:40
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im Juni um 0,9% gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Jahresveränderungsrate nahm von 5,0% auf 5,4% zu, so die Analysten der DekaBank.

Klammeret man Energie- und Nahrungsmittelpreise aus (Kernrate), dann hätten hiernach die Preise ebenfalls um 0,9% gegenüber dem Vormonat zugenommen. Die Jahresteuerung der Kernrate sei von 3,8% auf 4,5% gestiegen.

Für den kräftigen Preisschub sowohl im Juni als auch in den beiden Vormonaten sei ein Mismatch von Angebot und Nachfrage verantwortlich. Dieser zeige sich vor allem im Bereich der Gebrauchtwagen. Die Preisentwicklung in diesem Bereich gelte es auch in den kommenden Monaten zu beachten. Die Analysten der DekaBank würden davon ausgehen, dass die Preise für Gebrauchtwagen in der zweiten Jahreshälfte deutlich fallen würden.

Aus geldpolitischer Sicht wären die aktuellen Preiskapriolen eigentlich irrelevant. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass diese transitorischen Effekte Einfluss auf die Inflationserwartungen gehabt hätten und haben würden. Daher bestehe die Möglichkeit, dass mit den fallenden Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte auch die Inflationserwartungen sinken könnten. Dieser indirekte Effekt könnten Einfluss auf die weiteren geldpolitischen Entscheidungen in diesem Jahr haben. (13.07.2021/alc/a/a)