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USA: Mehr als drei bis vier Zinsanhebungen 2022 scheint nicht realistisch


14.01.22 09:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Gestern hat die USD-Enttäuschung angehalten, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Mehr als drei bis vier Zinsanhebungen im Verlauf des Jahres 2022 zu erwarten, scheine momentan nicht realistisch. Auch die Inflation, in den letzten Monaten der stärkste Treiber der Zinsfantasien, habe mit den Dezemberwerten nicht mehr überraschen können. Ein Niveau von 7,00% sei bereits sehr hoch und ein 40-jähriger Höchststand. Könne man das noch toppen und die US-Dollar Zinsspekulationen weiter anschieben? Das werde sich zeigen.

Die von Notenbankchef Jerome Powell angekündigte Bilanzreduktion nach dem Ende der Anleihekäufe im März locke auch keinen USD-Händler hinter dem warmen Ofen hervor. Da bräuchte es schon neuen Brennstoff. Die technische Korrektur von EUR/USD über 1,1400 scheine so durchaus gerechtfertigt. Halte sich EUR/USD in den nächsten Tagen weiterhin über 1,1380, könnte der Widerstandsbereich 1,1510 bis 30 ausgelotet werden. Darüber wäre Platz bis 1,1680. Momentan scheine aber 1,1400 bis 1,1530 die neue Wohlfühlzone zu sein, mit oder ohne neues Brikett im US-Dollar-Ofen. (14.01.2022/alc/a/a)