USA: Inflationserwartungen niedrig


11.07.18 09:05
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den USA ist das Wachstumsszenario intakt, so die Analysten der Helaba.

Sowohl Stimmungsindikatoren als auch realwirtschaftliche Daten hätten in den letzten Tagen und Wochen per saldo überzeugt. Dies sei für die Geldpolitik wichtig, mitentscheidend für die Perspektive der Leitzinsen sei aber die Entwicklung der Verbraucherpreise. Die US-Notenbank konzentriere sich dabei auf den PCE-Deflator ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise (Kerndeflator). Der morgen anstehende Verbraucherpreisindex unterscheide sich von diesem zwar in der Berechnungsmethode, dennoch liefere er einen guten Hinweis auf den Kerndeflator. Im Monatsvergleich seien Anstiege sowohl der Gesamt- als auch der Kernteuerungsraten zu erwarten und die Jahresteuerung könnte im Trend ebenfalls weiter zulegen. Einen Hinweis darauf würden die heute anstehenden Erzeugerpreise liefern, wenngleich deren Entwicklung nicht eins zu eins auf die Verbraucherpreisebene zu übertragen sei.

Neben der robusten Konjunktur und dem Anstieg der Stundenlöhne werde die Inflation in den USA auch von der Zollpolitik tendenziell nach oben getrieben. All dies ermögliche es der US-Notenbank, die Politik gradueller Leitzinserhöhungen fortzusetzen. Interessant in diesem Zusammenhang sei die Tatsache, dass die Inflationserwartungen trotz der Aussicht auf steigende Preise und höhere Zinsen nicht merklich zulegen würden. Selbst die nach oben gerichtete Entwicklung der Ölpreise, die in der Regel einen großen Einfluss auf die Inflationserwartungen habe, schlage sich derzeit nicht in steigende Inflationserwartungen nieder. Die Analysten würden ein Schließen dieser Differenz, die am aktuellen Rand zu beobachten sei (Grafik), für möglich halten. (11.07.2018/alc/a/a)




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