USA: Inflationserwartungen gesunken - Renditen für Staatsanleihen relativ niedrig trotz geldpolitischer Straffung


14.06.17 12:15
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Dem Sitzungsprotokoll zum FED-Zinsentscheid im Mai ließen sich Informationen zur anstehenden Bilanzreduzierung entnehmen, so die Analysten der DekaBank.

So werde die FED vermutlich Anfang 2018 beginnen, einen monatlichen festen Betrag an auslaufenden Anleihen nicht mehr zu reinvestieren. Dieser zunächst vergleichsweise geringe monatliche Betrag werde bei den folgenden größeren Zinsentscheiden langsam angehoben. Im Zeitraum Herbst 2021 bis Frühjahr 2022 dürfte die FED-Bilanz dann wieder ein adäquates Niveau erreicht haben. Aufgrund der gesunkenen Inflationserwartungen seien die Renditen für US-Staatsanleihen trotz zunehmender geldpolitischer Straffung relativ niedrig. Man erwarte zeitliche Verschiebung der Leitzinserhöhungen 2018: März, Juni und Dezember (bisher: Juni, September und Dezember). (Ausgabe Juni/Juli 2017) (14.06.2017/alc/a/a)