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USA: Inflation - das andere "V"


04.06.21 10:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Berichtswoche stehen die US-Verbraucherpreise auf dem Programm, so die Analysten der Helaba.

Nach dem Sprung im April würden die Analysten im Vormonatsvergleich zwar mit einer Beruhigung rechnen, aber...

Im vergangenen Jahr habe die Pandemie eine Neuauflage der unseligen "Alphabetsuppen-Diskussion" um die Form des konjunkturellen Verlaufs gebracht. Die Analysten hätten sich hier früh als Verfechter des "klassischen Vs" positioniert. Tatsächlich habe die Analysten der "Zeitrafferzyklus" dann ziemlich zügig bestätigt, vor allem in China und in den USA. Mit ihrer US-Inflationsprognose von "über 3%" für 2020 seien die Analysten lange allein auf weiter Flur gewesen, während viele, vor allem in den Notenbanken, nur über Deflationsrisiken hätten reden wollen. Dies habe sich inzwischen geändert.

Mittlerweile hat sich der Bloomberg-Konsens spürbar auf uns zubewegt: Von 2% im Dezember 2020 auf 3% im Mai, so die Analysten der Helaba. Dies sei nicht zuletzt dem kräftigen Preissprung im April geschuldet gewesen, der die Frage aufgeworfen habe, ob selbst die Analysten noch zu vorsichtig mit ihrer Inflationsprognose seien. Tatsächlich würden die Analysten die Risiken nach wie vor in erster Linie auf der Seite einer noch höheren Teuerung sehen. Zwar sei nach dem Schock im April für den Mai mit einer gewissen Beruhigung zu rechnen, die Vorjahresraten des Gesamt- und Kernindex dürften aber beide erneut langjährige Hochs verzeichnen. Die FED halte mittlerweile unbeirrt an ihrer tiefenentspannten Haltung im Hinblick auf die Teuerung fest. Aber das sei ein Thema für die kommende Woche. (04.06.2021/alc/a/a)