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USA: Industriedaten im Fokus


15.02.18 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Datenkalender ist heute nochmals gut gefüllt und wird dabei erneut dominiert von US-Veröffentlichungen, so die Analysten der Helaba.

In der Eurozone seien lediglich diverse Redebeiträge von EZB-Ratsmitgliedern erwähnenswert. Klarheit über die Entwicklung der Forward Guidance in den nächsten Monaten werde es aber wohl nicht geben.

In den USA seien nach Meinung der Analysten insbesondere die Daten der Industrie zu beachten. Zum einen seien die ersten Stimmungsumfragen im Verarbeitenden Gewerbe (in den Regionen New York und Philadelphia) zu nennen: Sowohl der Empire-State- als auch der Philly-FED-Index lägen ungeachtet der zuletzt schwächeren Werte auf sehr hohen Niveaus. Damit einhergehend seien die Signale eines robusten Wachstums intakt. Laut Konsensschätzungen solle sich an diesem Bild zudem wenig ändern.

Zum anderen sei die Industrieproduktion des Monats Januar von hohem Interesse, denn anhand der realen Entwicklungen könnten die Stimmungsindikatoren überprüft werden. Die Industrieproduktion habe im Dezember mit einer Jahreswachstumsrate von 3,6% eine sehr freundliche Entwicklung aufgewiesen, wohingegen die Vorgaben für die Januardaten gemischt ausfallen würden. Der Index der geleisteten Arbeitsstunden deute ein monatliches Plus des Verarbeitenden Gewerbes an, obwohl die Pkw-Produktion aufgrund der im Januar gesunkenen Absatzzahlen belastet sein könnte.

Zusätzliche Impulse vonseiten der Energieversorger dürfte es nicht geben, nachdem diese bereits im Dezember zu dem starken Plus beigetragen hätten. Der NAHB-Immobilienmarktindex, das wöchentliche Verbrauchervertrauen und die Erzeugerpreise würden den Datenkranz vervollständigen, würden aber nur geringen bis mittleren Einfluss auf das Marktgeschehen haben. Per saldo sollte das Wachstumsszenario nicht in Frage gestellt werden, Chancen für forcierte Zinserhöhungsspekulationen würden die Analysten aber nicht sehen. (15.02.2018/alc/a/a)