USA: Importierter Inflationsdruck


10.01.18 11:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zunächst stehen in Frankreich und Großbritannien Industrieproduktionszahlen des Monats November auf der Agenda, so die Analysten der Helaba.

Die deutsche Industrie habe angesichts einer wieder anziehenden Pkw-Produktion mit einem Plus von 3,4% VM überzeugen können. Dies müsse allerdings vor dem Hintergrund zweier schwacher Vormonatswerte relativiert werden und sollte daher auch nicht ohne weiteres auf andere Länder in Europa übertragen werden. Die Vorgaben für den französischen Output seien stimmungsseitig freundlich und an der mittelfristigen Wachstumsperspektive bestehe aktuell kein Zweifel. Nach einem Plus im Oktober von 1,9% VM sollten die Erwartungen aber nicht so hoch gesteckt werden. In Großbritannien habe sich die Industriedynamik ungeachtet des kommenden "Brexits" bislang robust gezeigt, jedoch würden starke Basiseffekte zum Tragen kommen, sodass ein deutlicher Rückgang der Jahresrate wohl nicht zu vermeiden sei. Hohen Einfluss auf das Marktgeschehen würden die Analysten insgesamt nicht erwarten.

Den Reigen der Inflationszahlen in den USA würden heute die Importpreise eröffnen. Wie Anfang der Woche bereits dargelegt, spiele für die Gesamtrate der Ölpreis eine wichtige Rolle. Lenke man hingegen den Blick auf den Index unter Ausschluss von Öl und Ölprodukten, werde deutlich, dass zudem die Entwicklung des US-Dollar-Außenwertes einen wesentlichen Einfluss habe. Die Abwertung des US-Dollars in den letzten zwölf Monaten sorge damit für einen importierten Inflationsdruck. Zwar würden sich die Entwicklungen auf der Importebene nicht eins zu eins auf die folgenden Produktionsstufen übertragen lassen, einen Grund für ein Auspreisen der Zinserhöhungserwartungen würden die Analysten heute aber nicht ausmachen. (10.01.2018/alc/a/a)




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