USA - Ein Gedanke zur Inflation


06.09.19 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Schutzzölle auf chinesische Importe sind bisher noch nicht in voller Härte beim amerikanischen Konsumenten angekommen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Mitte September werde eine neue Welle von Schutzzöllen gegen chinesische Importe gestartet. Davon seien besonders Konsumgüter wie Elektrogeräte, Computer, Bekleidung, Möbel und Einrichtungsgegenstände betroffen. Eine detaillierte Grafik dazu sei im Handelsblatt vom 2.9.2019 zu finden. Man müsse sich bewusst sein, dass der Letzte in der Kette die Rechnung bezahle. Das seien die Konsumenten. Schutzzölle würden am Ende des Tages die betroffenen Produkte verteuern! Auch für Trumpwähler. Rund zwei Drittel des US-BIPs werde durch die Konsumentenschicht abgedeckt. Würden sich durch die Zölle beliebte Konsumgüter verteuern, könnte dies langfristig zu Inflation führen.

Hier der Gedanke: Sollte der globale Wirtschaftsabschwung auch die USA erreichen, und danach sehe es derzeit aus, stehe die US-Notenbank 2020 vor einer Herausforderung. Nämlich das nachlassendes Wachstum Zinssenkungen fordere, aufkommender Inflationsdruck dies aber erschwere. (06.09.2019/alc/a/a)