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USA: FED-Politik und Inflationsdaten wirken leicht renditedämpfend


11.02.21 09:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Gegensatz zur Inflation in der Eurozone verzeichnete die Inflation in den USA gestern keinen Sprung nach oben, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Verbraucherpreisinflation sei im Januar konstant bei 1,4% p.a. geblieben und die Kernrate, welche Energie- und Lebensmittelpreise exkludiere, sei von 1,6% auf 1,4% p.a. zurückgegangen. Die Preisdynamik im Januar zeige wenig Veränderung zum Vormonat, da sowohl im Dezember als auch im Januar Anstiege der Energiepreise die Preisdynamik bestimmt hätten (3,5% p.m. im Januar). Trotz des verhaltenen Starts ins Jahr werde die Inflationsrate auch in den USA 2021 höher ausfallen als 2020. Insbesondere im zweiten Quartal 2021 sollten Basiseffekte die Inflationsrate auf deutlich über 2% steigen lassen. Dies werde am Finanzmarkt auch so erwartet, was sich in Inflationserwartungen von über 2% widerspiegele (5-jährige Breakeven-Inflation bei 2,3%).

Abseits der erhöhten, aber temporären Schwankungen der Inflationsraten im Jahr 2021, rücke mehr und mehr die Größe des geplanten Biden-Fiskalpakets von USD 1.900 Mrd. in den Vordergrund, welches die Inflationsdynamik in den USA zusätzlich befeuern könnte. Dem entgegen wirke die weiterhin ausgeprägte Unterauslastung am US-Arbeitsmarkt, welche eine lange Phase unterstützender FED-Politik impliziere, wie FED-Präsident Powell gestern in einer Rede erneut betont habe. Dies habe in Kombination mit der Veröffentlichung der Inflationsdaten leicht renditedämpfend gewirkt. 10-jähirge Treasury-Renditen hätten nach dem Renditeanstieg seit Anfang Februar leicht nachgegeben und auch 10-jährige Bund-Renditen hätten sich in den letzten Tagen stabilisiert. EUR/USD habe die Niveaus von unter 1,20 nicht lange behaupten können und orientiere sich erneut an den Kursen von Ende Januar nahe 1,21. (11.02.2021/alc/a/a)