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USA: Erster Zinsentscheid der FED nach dem Strategiewechsel


17.09.20 13:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die FED hat beim Zinsentscheid gestern Abend umfangreiche Änderungen in ihrem Statement vorgenommen, so die Analysten der DekaBank.

Insbesondere sei die neue Strategie der FED darin implementiert worden. Die Änderungen hätten auch die Forward Guidance betroffen. Die Käufe von Staatsanleihen sowie von mit Hypotheken besicherten Anleihen würden mit dem bisherigen Tempo fortgeführt.

Erwartungsgemäß habe es bei den makroökonomischen Projektionen größeren Änderungsbedarf gegeben. Dies habe vor allem den konjunkturellen Ausblick sowie die Verlaufsentwicklung der Arbeitslosenquote betroffen. Erstmals seien Einschätzungen für 2023 abgegeben worden. Auch für dieses Jahr erwarte die Mehrheit des FOMC keine Anhebung des Leitzinsintervalls.

Nach Aussage von FED-Chef Powell könnte die neu formulierte Forward Guidance für eine längere Zeit Bestand haben.

Die FED habe mit ihrem Strategiewechsel Ende August geldpolitisches Neuland betreten. In den kommenden Jahren werde sie versuchen, die Inflationserwartungen in ihrem Sinne zu steuern. Die wirtschaftlichen Auslastungsgrade hätten hingegen aus geldpolitischer Sicht an Bedeutung verloren. (17.09.2020/alc/a/a)