Erweiterte Funktionen

USA: Druck auf Staatsanleihen hält weiter an


09.10.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In den USA bleibt der Druck auf die Staatsanleihen weiter aufrecht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die starke Datenlage, insbesondere am Arbeitsmarkt, erhöhe die Inflationserwartungen. Zudem hätten die Wortmeldungen der FED zuletzt die Befürchtungen eines möglicherweise schnelleren Anstiegs der Zinsen geschürt. Gestern habe die Rendite der 10-jährigen Benchmark mit 3,25% zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Mai 2011 erreicht.

In der Eurozone bleibe der Fokus auf Italien. Vor dem Hintergrund dünner Handelsvolumen und spekulativer Positionierungen am Derivatmarkt bleibe die Risikoprämie italienischer Staatsanleihen ein Spielball der Nachrichtenlage. Diese werde aktuell von der italienischen Regierung bestimmt, die sich mit kämpferischen Aussagen für die anstehende Budgetdebatte positioniert. In diesem Umfeld sei die Risikoprämie für 10-jährige Staatsanleihen gestern auf den höchsten Wert seit 2013 gestiegen. Heute werde die italienische Notenbank vor Parlament und Senat zum Budgetentwurf Stellung nehmen. Interessant werde sein, wie optimistisch sie die Wachstumsprognose der Regierung einschätze.

Der IWF habe derweil seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum nach unten korrigiert. Angesichts von Handelskonflikten und den Problemen vieler Schwellenländer werde das globale Wachstum für 2018 und 2019 nun bei 3,7% statt 3,9% gesehen.

Am Primärmarkt würden die Niederlande EUR 1 Mrd. einer Fixzinsanleihe mit Laufzeit 2047 platzieren. Deutschland emittiere EUR 500 Mio. einer inflationsindexierten Anliehe mit Laufzeit 2026. (09.10.2018/alc/a/a)