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Türkische Notenbank im Fokus


13.09.18 09:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bereits im Vorfeld der heutigen Sitzung hatte die türkische Notenbank eine Verschärfung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, was mit zu der Stabilisierung der Türkischen Lira an den letzten Tagen beigetragen haben dürfte, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Analysten würden mit einer Erhöhung des einwöchigen Refinanzierungssatzes von 17,75% auf 20,75% rechnen. Ob die von den Analysten erwartete Leitzinserhöhung für eine nachhaltige Stabilisierung der Türkischen Lira ausreiche, dürfte von der grundsätzlichen Ausrichtung der Geldpolitik abhängen. So spiele bei der Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität derzeit der Übernachtzins die zentrale Rolle, welcher bereits bei 19,25% liege. Sollten die 20,75% der neue Leitsatz werden, läge die Höhe der Verschärfung lediglich bei 150 BP. Zum Vergleich: Alleine im August sei die Teuerung von 15,9% auf 17,9% gg. Vj. angezogen.

Ob es der Notenbank in den kommenden Monaten gelinge, die Währung nachhaltig zu stabilisieren, dürfte von der Höhe der Realzinsen abhängen. Da in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Teuerung auf über 20% gg. Vj. zu rechnen sei, sollte die Notenbank heute die Bereitschaft für weitere Leitzinserhöhung erkennen lassen. (13.09.2018/alc/a/a)