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Türkei: Staatsanleiherenditen trotz Zinsanhebung spürbar nachgegeben


13.06.17 15:10
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Sowohl Industrieproduktion als auch die Teuerungsrate in der Türkei stiegen zuletzt stärker an als erwartet, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Die Notenbank habe zwar kein offizielles Meeting abgehalten, habe aber trotzdem den effektiven Leitzins um rund 0,5% auf nunmehr fast 12% erhöht. Die für die Türkei sehr wichtige Tourismusbranche habe sich erstmals seit zwei Jahren wieder über einen Zuwachs freuen können: Um rund 18% hätten die Ankünfte ausländischer Touristen im April gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt. Trotz der faktischen Zinsanhebung hätten die Staatsanleiherenditen spürbar nachgegeben. Zugleich habe die Türkische Lira weiter zugelegt.

Auf der Unternehmensseite habe es fast nur positive Nachrichten gegeben. Sowohl bei Umsätzen als auch Gewinnen hätten zuletzt nahezu alle Firmen die Markterwartungen übertroffen. All dies zusammengenommen habe den ISE-100 Aktienindex in Istanbul im Mai auf ein neues Rekordhoch (+3%) katapultiert. Er liege nunmehr nur noch knapp unter der 100.000 Punkte-Marke. (Ausgabe Juni 2017) (13.06.2017/alc/a/a)