Erweiterte Funktionen

Türkei: Keine Lockerung der Geldpolitik erwartet


11.01.19 13:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Einen leichten Rückenwind verspürte gestern die Türkische Lira, die damit ihre Abwertung gegenüber dem Euro auf rund 2,5 Prozent seit Jahresbeginn verringern konnte, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Einerseits hätten Daten der Zentralbank gezeigt, dass internationale Investoren in der ersten Handelswoche des neuen Jahres deutlich weniger türkische Staatsanleihen verkauft hätten als noch in der Woche zuvor. Da seien die Abverkäufe auf ein 7-Monats-Hoch gestiegen. Andererseits dürfte auch der leichte Rückgang beim Ölpreis geholfen haben, da die Ölimporte traditionell auf der türkischen Handelsbilanz lasten würden.

Morgen würden in der Türkei neue Zahlen zur Leistungsbilanz und eine Umfrage zu den Inflationserwartungen veröffentlicht, Währungshändler dürften ihr Hauptaugenmerk allerdings bereits auf die Leitzinsentscheidung in der nächsten Woche richten. Laut Bloomberg-Umfrage werde keine Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbank erwartet. Sollte doch eine Zinssenkung kommen, würde dies erneut auf der Lira lasten. (11.01.2019/alc/a/a)