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Tschechien: Zinserhöhung im November wahrscheinlich


10.08.17 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die tschechische Statistikbehörde hat gestern die Daten zur Entwicklung der allgemeinen Verbraucherpreise im Juli bekannt gegeben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Demnach hätten sich die Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 2,5% belaufen. Nach einem Juni-Wert von 2,3% sei im Vorfeld mehrheitlich mit einer Teuerung von ebenfalls 2,3% gerechnet worden. Der Preisanstieg liege zudem wiederum über dem Ziel der Nationalbank von 2%. Bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres würden die Verbraucherpreise in der Jahresrate sukzessive auf Niveaus um 2% steigen. Als Preistreiber hätten sich im Berichtsmonat die Ausgaben für "Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke" mit einer Jahresrate von 5,8% erwiesen. In dieser Kategorie hätten die Tschechen vor allem für frische Eier, Milch und Butter tiefer in die Taschen greifen müssen.

Bereits Anfang des laufenden Monats habe die Nationalbank erstmals seit 2008 wieder ihren Leitzins mit Verweis auf die jüngste Preisentwicklung angehoben. In dem zugleich veröffentlichten Inflationsbericht hätten die Währungshüter ihre Inflationsprognosen um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 1,9% und 1,8% für die beiden letzten Quartale 2017 zurückgenommen. Die Analysten würden im bevorstehenden November mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 0,50% rechnen. Danach würden bis in die zweite Jahreshälfte 2018 hinein unveränderte Leitzinsen erwarten. (10.08.2017/alc/a/a)