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Tritt die Fed bald auf die Zinsbremse?


04.12.17 11:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Sowohl der designierte FED-Chef Jerome Powell als auch die noch amtierende Präsidentin Janet Yellen wiesen in einer Stellungnahme im Kongress unabhängig voneinander auf die Gefahr einer zu geringen Inflationsentwicklung in den USA hin, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dies könnte auf eine Verlangsamung des Zinserhöhungszyklus in den kommenden Jahren hinweisen. Aussagen des FED-Präsidenten für die Region St. Louis James Bullard im Hinblick auf die Gefahren einer drohenden Inversion der Zinsstrukturkurve durch eine zu aggressive Zinserhöhungspolitik würden diese Sichtweise unterstreichen. Damit werde die Einschätzung der Analysten untermauert, dass bis Ende 2018 nur noch zwei Zinsanhebungen um jeweils 0,25% erfolgen würden.

Die Zinspolitik der FED stehe naturgemäß im Fokus der Anleihemärkte. Die Projektionen der Notenbank im September hätten dabei noch auf drei Zinserhöhungsschritte im Jahr 2018 schließen lassen. Daher würden die kommenden Projektionen im Dezember - im Hinblick auf eine mögliche Anpassung dieser Einschätzung - mit Spannung erwartet werden. (04.12.2017/alc/a/a)