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Temporärer Inflationsanstieg nicht überall gleich


10.09.21 11:15
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Nach den heutigen finalen deutschen Inflationszahlen für August stehen kommende Woche international wieder einmal eine Reihe von Preisdaten im Fokus, so Thomas Ostrowski, Senior Marketing Executive bei der Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Der primär erholungs- und sondereffektbedingte Inflationsanstieg sollte sich - allerdings nicht überall gleich - als überwiegend temporär erweisen", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck erwarte "mit dem Auslaufen von Nachholeffekten der Lockdowns eine erste Normalisierung". Dabei rechne er damit, dass es "zuerst in den früher geöffneten Volkswirtschaften wie den USA Anzeichen für abflauende Preissteigerungsraten gibt, bevor dies auch in der Eurozone sichtbar wird". Greil weiter: "In Deutschland werden sich die Inflationsraten aus unserer Sicht vor allem ab Januar 2022 normalisieren, wenn der Basiseffekt aus der temporären Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 herausfällt."

Am Dienstag stünden in den USA die Inflationsdaten für August auf der Agenda, am Mittwoch diejenigen für Großbritannien und am Freitag für die Eurozone. Weitere Preisdaten würden mit den Produzentenpreisen am Montag in Japan sowie am Mittwoch ebenfalls in Großbritannien kommen.

Für den Euroraum würden zudem am Mittwoch die Industrieproduktion im Juli und tags darauf die entsprechende Handelsbilanz publiziert. In Großbritannien würden am Dienstag der Arbeitsmarktbericht sowie am Freitag Einzelhandelszahlen hinzukommen.

In den USA stünden ebenfalls am Mittwoch Industriedaten und am Donnerstag Einzelhandelszahlen an, bevor am Freitag das vorläufige Michigan-Verbrauchervertrauen für September die Datenwoche abschließen werde. In Asien seien neben den Industrie- und Handelsdaten (Dienstag/Donnerstag) für Japan auch die chinesischen Daten für den August zum Einzelhandel und zur Industrie am Mittwoch das Highlight.

ZITATE:

"Der primär erholungs- und sondereffektbedingte Inflationsanstieg sollte sich - allerdings nicht überall gleich - als überwiegend temporär erweisen."

"Ich erwarte, dass mit dem Auslaufen von Nachholeffekten der Lockdowns eine erste Normalisierung der derzeit hohen Inflationsraten eintritt - und zwar zuerst in den früher geöffneten Volkswirtschaften wie den USA bevor dies auch in der Eurozone sichtbar wird."

"In Deutschland werden sich die Inflationsraten aus unserer Sicht vor allem ab Januar 2022 normalisieren, wenn der Basiseffekt aus der temporären Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 herausfällt." (10.09.2021/alc/a/a)