Strategieüberprüfung der US-Notenbank


02.09.20 12:30
ALTE LEIPZIGER Trust

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Im Rahmen einer Strategieüberprüfung hat die FED beschlossen, künftig eine durchschnittliche Inflationsrate von 2% mit dem Ziel der Preisstabilität zu verbinden, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.

Damit lasse sie auch Zeiträume mit einer Inflation von moderat oberhalb von 2% zu, falls die Inflation zuvor daruntergelegen habe. Auch werde die Notenbank bei einer Vollauslastung des Arbeitsmarktes nicht sofort und zwingend gegensteuern.

Am Rentenmarkt seien die Inflationserwartungen gestiegen. Die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen hätten zuletzt angezogen, ebenso wie die der Bundesanleihen. Ob damit nun der Startschuss für eine steilere Zinskurve gegeben sei, sei dahingestellt. An den europäischen Rentenmärkten habe Ende August die Zuversicht unter den Marktteilnehmern dominiert, dass eine Konjunkturerholung im dritten Quartal wohl wahrscheinlicher sei als ein erneuter Shutdown der Wirtschaft.

Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) sei unter leichten Abgabedruck geraten und auch die Staatsanleihen der Peripherieländer hätten etwas nachgegeben, sodass die 10-jährige Rendite italienischer Papiere auf 1,12% gestiegen sei. Die Renditevorsprünge 10-jähriger Papiere der Peripherie hätten sich gegenüber Bundesanleihen marginal eingeengt. (Ausgabe September 2020) (02.09.2020/alc/a/a)