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Staatsanleihenmarkt von geringer Volatilität geprägt


03.11.20 09:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der US-Wahlkampf nimmt heute sein Ende, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Aufgrund der hohen Wahlbeteiligung mittels Briefwahl könnte es jedoch länger dauern, bis der finale Wahlsieger feststehe. Biden gehe als klarer Favorit in den Wahltag. Sein Vorsprung gegenüber Trump betrage komfortable 8,4%-Punkte, was auch klar über jenem Hillary Clintons vier Jahre zuvor liege. Entscheidend werde auch sein, ob die republikanische Mehrheit im Senat gehalten werden könne (Verabschiedung neuer Fiskalpakete).

Heute werde mit den Auftragseingängen der Industrie ein weiterer Konjunkturindikator zur US-Wirtschaft veröffentlicht. Es werde ein Wachstum von 1% p.m. gegenüber August erwartet. Dies bleibe aber aufgrund der bereits veröffentlichten BIP-Zahlen (Q3) wahrscheinlich wenig beachtet. Zeitnaher am Geschehen seien die Stimmungsindikatoren, welche gestern veröffentlicht worden seien. Hier habe der US ISM Index erneut ein sehr freundliches Bild für das verarbeitende Gewerbe gezeichnet. Dieser habe die Erwartungen deutlich übertroffen und im Oktober 59,3 Punkte erreicht, was insbesondere auf eine gute Auftragslage zurückzuführen sei.

In Europa hätten Italien und Spanien PMIs für das verarbeitende Gewerbe berichtet, welche ebenso leicht positiv überrascht hätten (53,8 bzw. 52,2). In Europa habe die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe bis zuletzt dem Rückgang bei den Dienstleistungen trotzen können.

Der Staatsanleihenmarkt sei gestern von geringer Volatilität geprägt gewesen. Deutsche Bund-Renditen hätten weiter unter -0,6% (10J) verharrt, während US-Treasuries das Renditeniveau von über 0,8% (10J) behauptet hätten.

Am Primärmarkt sei heute die Aufstockung einer Bundesanleihe Österreichs hervorzuheben. Der Fiskus nehme EUR 0,69 Mrd. auf (Laufzeit: 2040; Kupon: 0,0%). (03.11.2020/alc/a/a)