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Staatsanleihen von schwächeren US-Konjunkturdaten unterstützt


15.11.21 08:53
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Ein überraschend gefallenes US-Konsumklima hat die Kurse deutscher Staatsanleihen nach vorne gebracht, so die Analysten der Nord LB.

Die Kurse der US-Staatspapiere seien von den schwächeren US-Konjunkturdaten unterstützt worden.

Die deutschen Großhandelspreise seien im Oktober so stark gestiegen wie seit März 1974 nicht mehr. Sie seien gegenüber dem Vorjahreswert um 15,2% nach oben geschossen, was an den hohen Preisen für Rohstoffe und Vorprodukte gelegen habe. So hätten sich z.B. Mineralölerzeugnisse um 54,7% verteuert, für Altmaterialien und Reststoffe hätten 81,2% mehr bezahlt werden müssen und die Preise für Erze, Metalle und Vorprodukte aus Metall hätten um 60,9% höher gelegen. Im September habe die Teuerungsrate noch bei 13,2% und im August bei 12,3% gelegen.

Die Industrieproduktion in der Euro-Zone sei im September den zweiten Monat in Folge rückläufig gewesen. Die Betriebe hätten 0,2% (August: -1,7%) weniger hergestellt als im Vormonat, habe Eurostat mitgeteilt. Ökonomen hätten einen noch deutlicheren Rückgang erwartet. Im Vergleich zum Sept. 2020 habe die Produktion allerdings um 5,2% zugelegt. Nach wie vor würden die Hersteller unter den Lieferkettenproblemen leiden, die wohl noch einige Zeit andauern würden.
(15.11.2021/alc/a/a)