Staatsanleihen: Verluste weiten sich aus


02.09.21 10:15
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Staatsanleihen haben angesichts der fortgeführten Debatte über die mögliche Reduzierung der PEPP-Käufe weitere Kursverluste erlitten und so stieg die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen innerhalb von zwei Handelstagen um 7 BP auf zuletzt -0,37%, so die Analysten der Helaba.

Dies sei der höchste Stand seit Mitte Juli.

Bewegung gebe es auch am Primärmarkt. Heute stünden umfangreiche Emissionen in Frankreich und Spanien auf dem Programm. Größere Probleme werde es vermutlich nicht geben. Die Renditespreads beider Länder hätten sich gegenüber deutschen Anleihen zuletzt stabil gehalten. Ausreichend Nachfrage habe es auch bei der gestrigen Erweiterung der OBL Oktober 2026 gegeben. Das Bid/Cover-Ratio habe bei 1,6 gelegen und die Zuteilungsrendite bei -0,68 (zuletzt: -0,76%). Auf Interesse sei auch das 31-jährige Papier gestoßen, das über ein Syndikat vermarktet worden sei. Das Volumen von 5,5 Mrd. EUR sei mehr als 3-fach überzeichnet gewesen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe die Kursverluste angesichts weiterer Tapering-Sorgen und hoher Inflationserwartungen zunächst ausgeweitet. Das 38,2%-Retracements bei 175,34 sei unterschritten worden. Weitere Unterstützungen seien um 175,00 und bei 174,65 zu finden. (02.09.2021/alc/a/a)