Staatsanleihen: Unterschiedliche Einflüsse


05.11.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Belastung seitens der FED währte nur kurz und so konnte sich der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) auch in Folge des ausgebliebenen Zinsschrittes der Bank von England erholen, so die Analysten der Helaba.

Heute würden die Zinserwartungen in den USA aber einem Test unterzogen und vor dem Hintergrund der erwartet soliden Arbeitsmarktdaten - inklusive der Lohnentwicklung - bestehe das Risiko, dass die Rentenmärkte wieder unter Druck geraten würden.

Zwar seien Inflationserwartungen und Energiepreise zuletzt rückläufig gewesen und würden latent für Rückenwind sorgen, die Akteure seien aber sensibel beim Thema Zinserhöhungen, zumal einige Aussagen der Zentralbanker an Glaubwürdigkeit verlieren würden. Auch mit Blick auf die Beruhigung bei den Peripheriespreads sei dies zu beachten.

Technisch lägen die Vorteile auf der Oberseite, denn der im August etablierte Abwärtsimpuls verliere an Kraft, wie der DMI-Wechsel auf Kauf und der sinkende ADX zeigen würden. Zudem habe sich der Future nachhaltig oberhalb der Widerstandslinien festsetzen können und auch oberhalb der 21-Tagelinie. Zudem habe die Hürde bei 169,90 übersprungen werden können. Allerdings würden heute wohl erneut fundamentale Impulse fehlen, die eine Erholung bis zum 38,2%-Level (170,41) anstoßen könnten. (05.11.2021/alc/a/a)