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Staatsanleihen: Unter Druck


01.11.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gegenläufige Entwicklungen bei Inflations- und Zinserhöhungserwartungen lassen die Marktbeobachter etwas ratlos zurück, so die Analysten der Helaba.

Der 5J/5J-Forward-Inflation Swap habe rund 15 Bp. seit der EZB-Ratssitzung nachgegeben, während die Geldmarkthändler verstärkt auf eine EZB-Zinsanhebung bereits im Oktober 2022 setzen würden. Der Rentenmarkt habe sich von Letzterem dominiert gezeigt und habe zum Ende der Woche deutlich unter Druck gestanden. Damit einhergehend sei es zu weiteren Peripheriespreads gekommen. Das Lager der Verlierer werde dabei von Italien und Griechenland angeführt. Jetzt würden sich die Blicke in die USA richten, denn dort stehe ein solide zu erwartender ISM-Index zur Veröffentlichung an und zudem werde die FED wohl das Tapering beschließen. Darüber hinaus werde in Großbritannien bereits mit einer Zinserhöhung gerechnet. Alles in allem keine rosigen Aussichten für das hiesige Rentenmarktgeschehen.

Seit der Ratssitzung am Donnerstag stehe der Future unter Druck und mithin trübe sich das technische Bild wieder ein. Der MACD verliere oberhalb seiner Signallinie an Dynamik und der DMI stehe weiter auf Verkauf. Zwar sinke der ADX, aber die Risiken auf der Unterseite seien nicht gebannt. So sei der Future wieder unter die 21-Tagelinie und phasenweise auch unter die ehemaligen Widerstandslinien bei 168,41 und 168,02 gerutscht. Neue Tiefs unterhalb von 167,71/84 könnten nicht ausgeschlossen werden. (01.11.2021/alc/a/a)