Staatsanleihen: Unter Druck


01.09.21 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Markt für Staatsanleihen ist zu massiven Kursverlusten gekommen, wofür der deutliche Anstieg der EWU-Teuerung und Forderungen vom österreichischen Notenbankchef Holzmann, die Notallmaßnahmen zurückzufahren, verantwortlich gemacht werden, so die Analysten der Helaba.

Auch das niederländische Ratsmitglied Knot habe sich dafür ausgesprochen und so Tapering-Sorgen hervorgerufen. Von den heute anstehenden Frühindikatoren auf beiden Seiten des Atlantiks sollte es hingegen keine Belastungen geben, denn die Analysten würden Rückgänge für wahrscheinlich halten.

Am Primärmarkt stocke heute die Bundesfinanzagentur die Obligation Oktober 2026 um 4 Mrd. EUR auf. Zudem solle via Syndikat ein Papier mit Laufzeit August 2052 im Volumen von 5,5 Mrd. EUR eingeführt werden. Volumenmäßig interessant werde es auch morgen mit Erweiterungen zumeist langer und ultralanger Papiere in Spanien und Frankreich im Umfang von bis zu knapp 16 Mrd. EUR.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe seine in den letzten Tagen erzielten Kursgewinne wieder abgegeben. Ohnehin sei das technische Bild noch mit Risiken behaftet, da die 21-Tagelinie bei 176,64 nicht habe überwunden werden können und die Indikatoren im Tageschart mehrheitlich nach unten gerichtet seien. Inzwischen stehe das 38,2%-Retracement bei 175,34 im Test. Weitere Unterstützungen seien um 175,00 zu finden. (01.09.2021/alc/a/a)