Staatsanleihen: Technik trübt sich ein


07.10.20 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Meldung, dass US-Präsident Trump nach lediglich drei Tagen Krankenhaus wieder ins Weiße Haus zurückkehrte, sorgte gestern für Erleichterung unter den Marktteilnehmern, so die Analysten der Helaba.

EZB-Chefin Lagarde habe hingegen die Risiken der Corona-Pandemie betont. So könnte die zweite Coronawelle die Erholung der Wirtschaft in der Eurozone verlangsamen und die erwartete V-förmige Erholung "wackelig" ausfallen.

Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei nach einem schwachen Auftakt leicht niedriger zum Vortag aus dem Handel gegangen. Die zehnjährigen Peripheriespreads hätten sich leicht eingeengt. Heute versteigere die Bundesfinanzagentur ein Papier mit Laufzeit August 2030. Die Investoren könnten mit einer Rendite um -0,50% rechnen. Zehnjährige US-Papiere würden aktuell 126 Basispunkte höher rentieren. Der Spread habe jüngst das höchste Niveau seit März dieses Jahres markiert.

Mit Impulsen von der Datenseite sei heute nicht zu rechnen. Die Indikatoren im Tageschart würden dem Bund-Future keine Unterstützung geben. So würden die quantitativen Indikatoren nachgeben und das Kursmomentum liege nur knapp oberhalb Nulllinie. Von einer Schwächetendenz sei somit auszugehen. Unterhalb der 21-Tagelinie bei 174,30 biete der Bereich 174,16/19 weiteren Halt. Darunter würden die Analysten eine Unterstützung an der 55-Tagelinie lokalisieren, welche heute bei 173,98 verlaufe. Wichtige Hürden bestünden in der Zone 175,00/10. (07.10.2020/alc/a/a)