Staatsanleihen: Sicherheit ist gefragt


05.11.20 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Amerika hat gewählt, ein klarer Sieger steht jedoch noch nicht fest, so die Analysten der Helaba.

Vielmehr würden sich Herausforderer Biden und Amtsinhaber Trump ein Kopf an Kopf Rennen liefern. Der deutsche Rentenmarkt schien mit einem eindeutigeren Wahlverlauf zu rechnen, denn der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) war zum Handelsauftakt deutlichen Schwankungen ausgesetzt, so die Analysten der Helaba. Zunächst habe der Bund-Future im Tagestief bei 175,53 notiert. Zu Handelsschluss hätten Gewinne zu Buche gestanden und ein neues Kontrakthoch bei 176,83 sei markiert worden.

Die 10J-Bundrendite sei mit -0,66% auf das niedrigste Niveau seit März gesunken. Die Peripheriespreads hätten sich von dem Tumult unbeeindruckt gezeigt. Aktuell würden zehnjährige BTPs 130 Basispunkte oberhalb des deutschen Pendants rentieren. Die Differenz zwischen 10-jährigen US-Staatspapieren und Bunds habe sich gestern eingeengt und liege aktuell bei 141 Basispunkten.

Die Unsicherheit werde auch heute das Marktsegment dominieren. Sollte Herausforderer Biden neuer Präsident werden, dürften sich die Hoffnungen auf ein baldiges Stimuluspaket erst einmal reduzieren, da eine Einigung mit einer Mehrheit der Republikaner im Senat wohl nicht schnell erzielt werden würde. Auf der FOMC-Sitzung sei heute nicht mit einer Ausweitung des geldpolitischen Expansionsgrads zu rechnen. Die technische Ausgangslage sei insgesamt als freundlich einzuschätzen. Eine erste Unterstützungszone würden die Analysten bei 175,82/92 lokalisieren. Darunter würden die Marken bei 175,57 (21-Tagelinie) und um 175,00 weiteren Halt bieten. (05.11.2020/alc/a/a)