Staatsanleihen: Risikoaversion stützt


04.10.21 08:52
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Rentenmarkt ist es zu einer Erholung gekommen, was der erhöhten Risikoaversion und den schwachen Aktienmärkten zuzuschreiben ist, so die Analysten der Helaba.

Der Anstieg der EWU-Teuerung auf das höchste Niveau seit 13 Jahren habe nicht belastet, ebenso wenig wie die auf hohem Niveau liegenden Anstiege der PCE-Deflatoren in den USA und der ISM-Industrieindex. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei wieder unter die - 0,2%-Marke abgerutscht und die Peripheriespreads seien weiter gestiegen.

Am Primärmarkt bleibe es zunächst ruhig. Im Wochenverlauf stünden aber österreichische und deutsche Anleihen auf dem Programm. Aktiv würden auch die Schatzämter in Frankreich und Spanien, sodass das Gesamtvolumen europäischer Auktionen auf gut 20 Mrd. EUR steigen dürfte. Da Rückflüsse vor allem vonseiten deutscher Bundesobligationen in ähnlicher Größenordnung anstünden, seien angebotsbedingte Belastungen für den Rentenmarkt nicht zu erwarten.

Mit dem jüngsten Kursanstieg des Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) gebe es Stabilisierungsanzeichen bei den Indikatoren. Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden, zumal der Abwärtsimpuls intakt sei. Widerstände seien bei 170,49 und 170,68 auszumachen. Das erste Retracement liege bei 171,43. Unterstützung liefere der Bereich um 169,50. (04.10.2021/alc/a/a)